{"id":740,"date":"2025-01-25T19:30:08","date_gmt":"2025-01-25T18:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/?p=740"},"modified":"2025-01-25T19:30:39","modified_gmt":"2025-01-25T18:30:39","slug":"entsetzen-trauer-wut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/?p=740","title":{"rendered":"Entsetzen. Trauer. Wut."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-300x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-741\" srcset=\"https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-300x300.png 300w, https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-1024x1024.png 1024w, https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-150x150.png 150w, https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-768x768.png 768w, https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut-350x350.png 350w, https:\/\/aschaffenburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Entsetzten.-Trauer.-Wut.png 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am Mittwoch, den 22.01.2025 kam es im Park Sch\u00f6ntal zu einer grauenhaften Gewalttat, welche zwei Tote und schwer Verletzte zur Folge hatte. Dazu traumatisierte Menschen, die die Tat mit ansehen mussten und Hinterbliebene, die unter dem unersetzbaren menschlichen Verlust leiden. Unsere erste Reaktion war Entsetzen. Entsetzen \u00fcber die abscheuliche Tat, welche sich am helllichten Tag in der Aschaffenburger Innenstadt abspielte. Entsetzen und das Unverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, was Menschen zu solchen Taten antreibt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Begleitet von Trauer. Trauer um die Opfer und Hinterbliebenen. Immer wieder der Versuch, sich in die K\u00f6pfe und Herzen und der Betroffenen einzuf\u00fchlen. Obwohl dies immer ein aussichtsloses Unterfangen bleiben muss, war eine seltsame Art der Betroffenheit sp\u00fcrbar. Gleichzeitig ein Impuls. Der Impuls eines \u201eOh nein!\u201c. Ein solches Ereignis, kurz vor der Bundestagswahl. Eine Tat so schrecklich, dass sie keine*n kalt lassen kann und Alle emotional aufw\u00fchlen wird. Ein Ereignis inmitten einer ohnehin schon immer weiter nach rechts driftender gesellschaftlicher Stimmung. Ein Vorfall, den die politische Rechte und reaktion\u00e4re Hardliner f\u00fcr ihre politischen Ambitionen ausschlachten und instrumentalisieren w\u00fcrden.<br>Kurz: Wasser auf die M\u00fchlen der Rechten.<\/p>\n\n\n\n<p>So verwunderte es uns nicht, dass das hiesige Milieu bereits noch am Abend der Tat zu einer Demonstration aufrief und schon am Tag danach Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Gro\u00dfdemonstration am morgigen Sonntag bekannt gab. Auch AfD und die Nazi-Partei &nbsp;\u201eIII. Weg\u201c zogen nach und mobilisierten am Freitag und Samstag zu Aktionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn sie alle brauchen Taten wie in Aschaffenburg, um ihre politische Agenda weiter vorantreiben zu k\u00f6nnen. Tote, Verletzte, Traumatisierte: das ist Schmierstoff f\u00fcr die rassistischen Scharfmacher und rechten Leichenfledderer.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum heutigen Stand wissen wir Einiges, aber nicht alles \u00fcber den vermeintlichen T\u00e4ter. Seine Vorgeschichte in Deutschland mag dazu verleiten, kurzfristige Ma\u00dfnahmen zu fordern. Denn die Frage, warum jemand derart Auff\u00e4lliges \u201e\u00fcberhaupt frei rumlaufen darf\u201c, liegt schnell auf der Hand. Sie ist emotional nachvollziehbar. Sie \u00f6ffnet aber auch das Einfallstor f\u00fcr Rassismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn es uns unter Anbetracht der aktuellen Verh\u00e4ltnisse nur schwer \u00fcber die Lippen geht und eigentlich ausschlie\u00dflich Trauer und Mitgef\u00fchl das Gebot der Stunde sein sollten, f\u00fchlen wir uns in der emotional aufgeladenen Situation dazu verpflichtet, darauf hinzuweisen: Es sind meist Taten einzelner Weniger, welche es unter keinen Umst\u00e4nden erlauben ganze Bev\u00f6lkerungsgruppen aufgrund ihrer Herkunftsl\u00e4nder, Religion oder Hautfarbe in Sippenhaft zu nehmen. Forderungen nach einer harten und kompromisslosen Asylpolitik, welche genau darauf abzielen weisen wir entschieden zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Denn jedwede Forderung in diese Richtung tr\u00e4gt nur dazu bei, der gesellschaftlichen Verrohung weiter Vorschub zu leisten, Empathie und humanistische Mindeststandards zu verdr\u00e4ngen und die gesellschaftlichen Kr\u00e4fte zu st\u00e4rken, die das Recht des St\u00e4rkeren am liebsten in allen Lebensbereichen geltend machen w\u00fcrden. Eine solche Entwicklung steht unseren freiheitlichen und universalistischen Idealen in Allem entgegen. Deswegen werden wir uns weiter f\u00fcr Verh\u00e4ltnisse einsetzen, in denen alle Menschen in sozialer, politischer und wirtschaftlicher Gleichheit leben k\u00f6nnen. F\u00fcr eine Welt, in der sich kein Mensch zur Flucht gezwungen sieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Einsatz geh\u00f6rt es auch, sich klar und unmissverst\u00e4ndlich gegen die politische Rechte und Rassismus zu positionieren. Und deshalb rufen wir zur Teilnahme an den antifaschistischen Protesten gegen das morgen stattfindende rechte und rassistische Schaulaufen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Trauer den Opfern.<br>Unser Beileid den Angeh\u00f6rigen und Hinterbliebenen.<br>Unsere Wut allen rassistischen Scharfmachern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch, den 22.01.2025 kam es im Park Sch\u00f6ntal zu einer grauenhaften Gewalttat, welche zwei Tote und schwer Verletzte zur Folge hatte. Dazu traumatisierte Menschen, die die Tat mit ansehen mussten und Hinterbliebene, die unter dem unersetzbaren menschlichen Verlust leiden. Unsere erste Reaktion war Entsetzen. 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