Vortrag & Diskussion: Anarchistische Transformationsstrategien

Vortrag & Diskussion mit Jonathan Eibisch

Die Gesellschaftsform, in der wir leben, befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Gleichzeitig scheinen emanzipatorische Visionen, wie radikale Veränderungen möglich werden können, weit entfernt zu sein. Die Frage ist nicht, ob, sondern wie wir uns dazu verhalten. Auch im Vortrag wird es darauf keine einfache Antwort geben. Doch wir werden unsere Perspektive und unser Bewusstsein für die Veränderbarkeit der starren Verhältnisse erweitern.

Dafür werden wir uns mit anarchistischen Konzepten der Gesellschaftstransformation beschäftigen. Diese setzen sich dabei von sozialer Evolution, politischer Revolution und sozialer Reform ab. Sie können als mutualistische Selbstorganisation, Aufstand und Subversion, autonome Bewegungen und soziale Revolution bezeichnet werden.

Aus ihnen ergeben sich weitere wichtige Fragen, über die wir nachdenken und diskutieren werden: Wie ist es möglich, dass wir den Blick aufs Ganze richten? Wie können wir unsere Aktivitäten auf einen grundlegenden Wandel hin orientieren und ohne einen Masterplan zu haben konkrete Utopien verwirklichen? Wie hängen Ereignis und Prozess, Negation und Konstruktion, Ziele und Mittel zusammen? Warum gibt es Sinn, sich gerade in diesen Zeiten sozial-revolutionär zu orientieren? Und was bedeutet das für uns konkret?

 

Syndikalismus & freie Gesellschaft – Skizzen der Transformation

Vortragsveranstaltung mit Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung

Waren anarchistische Gesellschaften möglich und lebensfähig? Welche Wege zeigt uns die Geschichte für eine klassenlose, föderalistische und solidarische Gesellschaft? Über die Rolle der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften, der politischen Verwaltung und der kulturellen Vorbedingungen spricht der Historiker Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung (Link SyFo) mit uns.

Der Krieg in der Ukraine

Vortrag mit Roman Danyluk über die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Ukraine-Krieg:

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Dieser Krieg ist die größte militärische Auseinandersetzung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Obwohl beide Bevölkerungen eine gemeinsame Geschichte und zahlreiche familiäre Banden verbinden, unterscheiden sich die Gesellschaften Russlands und der Ukraine in vielerlei Hinsicht.
Während die ökonomischen Verhältnisse durch einen Kapitalismus, in denen Oligarchen eine bestimmende Rolle einnehmen, ähnlich sind, unterscheiden sich beide Länder auf kultureller und politischer Ebene stark voneinander.
War die Ukraine nach der Unabhängigkeit 1991 lange ein Brückenstaat zwischen Russland und der EU, haben sich die Verhältnisse spätestens nach der Revolte auf dem Kyjiwer Majdan-Platz 2013/14 geändert.
Seitdem orientiert sich eine Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung politisch am Westen. Die russische Führung reagierte darauf mit der Annexion der Halbinsel Krim sowie dem Beginn einer militärischen Intervention in der Ostukraine.
Es gibt wirtschaftliche, politische und kulturell-ideologische Gründe für den Überfall der Putin-Regierung auf die Ukraine. Die Aggression ändert im Verhältnis der beiden Länder zueinander fast alles. Die ukrainische Bevölkerung setzt sich massiv gegen die Invasion zur Wehr. Auch linke, antiautoritäre und anarchistische Gruppen leisten Widerstand.
Worum geht es in diesem Krieg und warum handeln die Akteure auf diese Weise? Diesen und anderen Fragen geht der Vortrag zur Entwicklung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine nach.

Eine andere Gewerkschaft ist möglich! Vorstellung der FAU

Vorstellung  und Vortrag über die Freie Arbeiter*innen Union (FAU)

In den letzten Jahren tauchte der Name “FAU” (Freie Arbeiter*innen Union) zunehmend häufiger in der Öffentlichkeit auf. Ob bei den Arbeitskämpfen der Erntearbeiter*innen in Bornheim, bei der Buch-handelskette Walther König oder den Streiks und Aktionen bei Lieferdiensten wie Gorillas oder Domino`s: die schwarzroten Fahnen der Basisgewerkschaft sind immer öfter dort anzutreffen, wo sich Menschen gegen die Zumutungen des Arbeitsalltags wehren.

Kämpferisch, selbstorganisiert, solidarisch und mehr als nur Gewerkschaft – so stellt sich die FAU selbst vor. Doch worin unterscheidet sie sich von anderen Gewerkschaften? Was hat es mit diesem „Anarchosyndikalismus“ auf sich? Was bringt eine Mitgliedschaft? Und was tut sich bei der neu gegründeten Sektion in Aschaffenburg?

Diese und andere Punkte werden in einem Vortrag beleuchtet, der sich an alle Interessierten richtet.

Beginn ist um 19 Uhr. Das Hannebambel hat bereits ab 18 Uhr offen und bietet im Rahmen der wöchentlichen Volxküche ein leckeres Gericht zum schmalen Preis an.

Bitte beachtet die zum Zeitpunkt gültigen Corona-Auflagen. Sollten die Umstände keine Durchführung zulassen, werden wir die Veranstaltung sobald als möglich nachholen.