Jahresauftakt 2026

Am 17. Januar fand unsere Jahreshauptversammlung statt.

Auf dieser berichteten die Sekretariate und Arbeitsgruppen über ihre Arbeit der vergangenen Monate und gaben einen Ausblick auf das kommende Jahr.
Zudem fand die Wahl des “Sekretariat für Öffentlichkeitsarbeit” statt.

Im Mittelpunkt stand jedoch die Eröffnung unseres neuen Ladenlokals im Aschaffenburger Stadtteil Damm. Zwar sind die Renovierungsarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen, aber das Gröbste ist geschafft.


Daher freut es uns unsere neuen Beratungsangebote bekannt geben zu können.

Gewerkschaftliche Sprechstunde

Bislang fand unsere gewerkschaftliche Erstberatung ausschließlich nach Terminvereinbarung statt. Ab Februar wird es zusätzlich eine monatliche Sprechzeit geben, bei der Ratsuchende auch ohne vorherige Terminvereinbarung mit Fragen auf uns zukommen können. Das monatliche Angebot richtet sich auch explizit an Nichtmitglieder.
Eine individuelle Terminvereinbarung mit unserer Arbeitsgruppe „gewerkschaftliche Erstberatung“ bleibt nach wie vor möglich und ist auch ratsam für alle, die komplexere Fragen zu ihrer Arbeitsplatzsituation haben bzw. sich genauer über gewerkschaftliche Organisierungsmöglichkeiten informieren möchten.

Beratung zu Kriegsdienstverweigerung

Neu hinzu kommt unsere Beratung zu Kriegsdienstverweigerung. Dieses Angebot wird durch eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe geleistet, die sich durch die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinte Kriegsdienstverweiger:innen dafür hat schulen lassen.
Das Angebot richtet sich an Betroffene sowie ratsuchende Eltern, die sich zum Thema Kriegsdienstverweigerung und deren Ablauf informieren wollen. Die AG ist ab sofort erreichbar unter kdv-ab@fau.org

Offenes Gewerkschaftslokal

Für alle an der FAU-Interessierten gibt es jetzt die Möglichkeit bei unserem offenen Gewerkschaftslokal vorbeizuschauen. Jeden dritten Montag im Monat bietet wir hier eine Anlaufstelle bei allgemeinen Fragen zur FAU und Mitgliedschaft, für ungezwungenen Austausch oder um in unserem Bücherbestand zu schmökern.

Los geht`s

Zum Abschluss unserer Versammlung wurden die bereits feststehenden Termine im 1. Quartal bekannt gegeben, worunter u.a. eine Tagesschulung „gewerkschaftliches Basiswissen“ am 21.2. fällt, sowie eine Veranstaltung zum feministischen März am 9.3.

Wir danken an dieser Stelle allen Mitgliedern für ihre bisherige Unterstützung und freuen uns auf alle die in 2026 neu hinzustoßen, um mit uns die FAU Aschaffenburg weiter auf- und auszubauen.

Gesamtsekretariat des allgemeinen Syndikats der FAU Aschaffenburg

Neuzugänge im Buchverleih

In unserem Lokal steht eine stetig wachsende Anzahl von Büchern zur Verfügung, welche von Mitgliedern kostenfrei ausgeliehen werden können.

Darunter befinden sich u.a. praktische Handreichungen für gewerkschaftliche Praxis sowie Literatur zu Arbeitsrecht, Syndikalismus, Feminismus, unserer Vorgängerorganisation FAUD und einigem mehr.

Die letzten Neuzugänge:

Anarcho-Syndikalistinnen (Link zum Verlag)
Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus

Mehr Zeit zum Lieben, Leben, Lachen (Link zum Verlag)
Über den Kampf um freie Zeit

Weniger Arbeiten, mehr Leben! (Link zum Verlag)
Die neue Aktualität von Arbeitszeitverkürzung

Feministinnen in der Revolution (Link zum Verlag)
Die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg

In Kürze verfügbar

Lieber leben wir als Außerirdische (Link zum Verlag)
Basisorganisierung zwischen Aktivismus, Widerständigkeit und Militanz am Beispiel eines Syndikats der FAU

Crashkurs Basiswissen am 21.02.26

Schulung für Mitglieder der FAU Aschaffenburg

Der Crashkurs richtet sich insbesondere an Mitglieder, welche sich bislang noch nicht tiefer mit Gewerkschaftsarbeit auseinandergesetzt haben.

Ziel ist, dass alle Teilnehmer*innen einen groben Überblick erhalten, welche Ansatzmöglichkeiten sie haben, um im eigenen Betrieb gewerkschaftliche Basisstrukturen aufzubauen und in welcher Form die FAU dabei unterstützen kann.

Die Veranstaltung ist so konzipiert, dass es nach inhaltlichen Inputs ausreichend Zeit für Fragen und Austausch über die Situation im eigenen Betrieb geben wird.

Zum Einstieg stellen wir die Arbeitsweise und Struktur des allgemeinen Syndikats der FAU Aschaffenburg vor.
Im Anschluss wird es einen Input zur deutschen Gewerkschaftslandschaft, sowie gesetzliche Regelungen und Rechte im betrieblichen Alltag geben.

Im dritten Teil erläutern wir kollektive Kampfmaßnahmen am praktischen Beispiel eines Arbeitskampfes.

Zum Abschluss wird das Thema Betriebsräte und die Möglichkeiten und Grenzen von Betriebsratsarbeit angerissen.

Beginn: 10 Uhr
Ende: 18 Uhr

Dazwischen ausreichend Pausen mit Verpflegung. Bei Fragen bitte E-Mail an fauab-beratung (at) fau.org

Neues Gewerkschaftslokal & Adressänderung

Es freut uns mitteilen zu können, dass unsere Suche nach neuen und größeren Räumen erfolgreich war.

Seit dem 1. November haben wir ein Lokal im Aschaffenburger Stadtteil Damm angemietet.

Wir stecken zwar noch Mitten in Umzug und Renovierung, dennoch finden unsere Arbeitstreffen bereits im neuen Gewerkschaftslokal statt.


Postalisch sind wir ab sofort erreichbar unter:

FAU Aschaffenburg
Allgemeines Syndikat
Uhlandstraße 7
63741 Aschaffenburg

Unsere zukünftigen Beratungsangebote sowie regelmäßige Öffnungszeiten geben wir nach Abschluss der Renovierungsarbeiten bekannt.

Vollversammlung am 22.10.25

Am Mittwoch den 22. Oktober findet unsere letzte Vollversammlung des Jahres statt.

Es stehen einige Anträge zur Abstimmung. Darüber hinaus gibt es sehr erfreuliche Neuigkeiten und es stehen Vorschläge für Veranstaltungen im kommenden Jahr zur Diskussion.

Alle Mitglieder finden die vollständige Einladung mit allen Anhängen im Mitglieder-Channel.

Wir freuen uns auf einen ergiebigen Abend

Syndikalismus und Stadtteilarbeit

Anarchosyndikalistische Gewerkschaften haben immer einen Doppelcharakter. Sie wollen einerseits ein praktisches Werkzeug für die Durchsetzung unserer Interessen im Betrieb und für ein besseres Leben im Hier und Heute sein. Gleichzeitig soll mit ihnen auch gesellschaftlicher Wandel abseits des Kapitalismus durchgesetzt werden. Orte der syndikalistischen Praxis waren historisch nicht nur Betriebe, sondern u.a. auch Stadtteile, Kommunen und so genannte Arbeiterbörsen.

Mit unserer Themenreihe wollen wir einen Blick auf historische Konzepte werfen, aktuellen Debatten nachspüren sowie gemeinsam überlegen, wie eine gewerkschaftliche Praxis neben der betrieblichen Ebene ausschauen könnte.

Das vor dem Hintergrund, dass wir selbst mit einem neuen Gewerkschaftslokal einen im Stadtteil präsenten Raum für Bildung, Organisierung und gegenseitige Hilfe aufbauen wollen.

Übersicht der Veranstaltungen:

20.11.25.
Film: Fernand Pelloutier und die Arbeitsbörsen

27.11.25.
Text & Diskussion: Arbeiter:innenbörsen aufbauen

4.12.25.
Ideensammlung: Gewerkschaftsarbeit im Stadtteil

Alle Veranstaltungen finden von 19 -21 Uhr statt. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

Schön war`s!

Der 1. Mai ist vorbei und wir blicken auf einen entspannten Tag zurück.
Vormittags die Beteiligung an der Demonstration des DGB und ab dem Nachmittag unser kleines aber feines FAU Fest im Hof des Cafè Krèm, bei dem wir nette Gäste allen Alters begrüßen durften.

Wir freuen uns schon auf den 1. Mai 2026. Jetzt heißt es aber erst einmal weiter kleinteilige Maulwurfsarbeit und weiterer Gewerkschaftsaufbau.

Betriebsratswahlen 2026

Zwischen dem 1. März und 31. Mai 2026 finden die nächsten regulären Betriebsratswahlen in Deutschland statt.
Laut einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, sind Betriebsräte in nur noch 7 Prozent der Betriebe anzutreffen. Somit wird etwa jeder dritte Beschäftigte in der Privatwirtschaft noch von einem Betriebsrat vertreten. 1996 war es noch knapp jede:r zweite Beschäftigte gewesen.

Unsere Haltung zu Betriebsräten ist aufgrund des dahinter stehenden Stellvertretungsprinzips und der gesetzlichen Einhegung kritisch und eine Teilnahme an Betriebsratswahlen durch FAU-Listen lehnen wir ab. Dennoch gibt es betriebliche Situationen, in denen eine Mitarbeit im Betriebsrat sinnvoll sein kann. So sind auch Mitglieder der FAU in Gremien vertreten.

Kandidatur: Ja? Nein? Vielleicht doch?

Allen die mit der Überlegung spielen für den Betriebsrat zu kandidieren und über noch keine Erfahrungen in der Betriebsratsarbeit verfügen oder einen Betriebsrat neu gründen wollen, sei empfohlen, sich vorab zu informieren.
Denn auch wenn ein Betriebsrat ein starkes Werkzeug im Kampf zur Verbesserungen von Arbeitsbedingungen sein kann, birgt es auch die Gefahr von Frust und Enttäuschung.

Vor allem dann, wenn man sich aus der Betriebsratsarbeit mehr erhofft, als der Rahmen des Betriebsverfassungsgesetz überhaupt hergibt.
Zumal wir in der Praxis auch immer wieder erleben, dass Kolleg:innen mittels Betriebsrat Themen in Angriff nehmen wollen, für welche das Gremium nicht zuständig ist, bzw. unter das Aufgabengebiet von Gewerkschaften fallen.

Beratungstermin vereinbaren

Wir bieten allen, die sich gemeinsam mit anderen für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen wollen, eine gewerkschaftliche Beratung zum Thema an.
Neben einer allgemeinen Einführung erläutern wir Beratungs-, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte und stellen diese anhand von Praxisbeispielen aus dem betrieblichen Alltag vor.

Eine Beratung kann als Einzelgespräch oder als Infoveranstaltung für mehrere Kolleg:innen gestaltet werden. Interessierte können sich zwecks Terminvereinbarung per Email an fauab-beratung@fau.org wenden.

Auch wenn der reguläre Wahltermin noch in weiter Ferne scheint: es lohnt sich frühzeitig zu informieren um im Fall der Fälle gesetzte Fristen nicht auf den letzten Drücker einhalten zu müssen. Denn die Vorbereitung und Durchführung einer Betriebsratswahl ist auch ohne Zeitdruck stressig genug und will gut überlegt sein.

Heraus zum 01. Mai 2025

„Organisation von unten gegen Angriffe von oben“

Unter diesem Motto mobilisieren wir zum diesjährigen 1. Mai.

Neben der Teilnahme an der traditionellen 1. Mai Demonstration des DGB, laden wir im Anschluss wieder zu einem 1. Mai-Fest ins Cafè Krèm.

Organisation von unten gegen Angriffe von oben

Arbeitsverdichtung, Leistungsdruck, Zwangsmaßnahmen für Erwerbslose, Abschaffung von Feiertagen, Erhöhung der Wochenarbeitszeit und des Renteneintrittsalters: die Palette an geplanten und in Diskussion stehenden Ansätzen zur intensiveren Ausbeutung unserer Arbeitskraft ist lang.

Obwohl ein besseres und freieres Leben, mit weniger Arbeit und mehr Zeit für sich und andere, schon lange umsetzbar wäre, strampeln wir weiter als moderne Lohnsklav:innen in der Tretmühle.

Doch den geplanten Angriffen von oben setzen wir die Organisation von unten entgegen, in dem wir uns in Basisgewerkschaften organisieren und in Betrieben verankern, um Stück für Stück Gegenmacht aufzubauen. Nicht nur mit dem Ziel, Angriffe abzuwehren, sondern auch um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen, und langfristig Lohnarbeit und Kapitalismus zu überwinden.

Dieser Ansatz gewerkschaftlicher Arbeit ist nicht neu, sondern zieht sich wie ein Faden durch die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung. Diese Idee sozialrevolutionärer Gewerkschaften gilt es zu erneuern.

Denn als Lohnabhängige verfügen wir an unseren Arbeitsplätzen noch immer über die Macht, den reibungslosen Ablauf dieses ausbeuterischen Systems zu unterbrechen und dort einzugreifen, wo sich der Kapitalismus tagtäglich reproduziert. Und wir haben das Potential, eine neue Welt in der Schale der alten aufzubauen.

Lasst uns den Kampf für eine bessere Welt, einem würdevollen Leben in einer freien und gleichen Gesellschaft auf die Straße tragen und zusammen feiern.

Kommt deshalb mit uns auf die Gewerkschaftsdemo des DGB und besucht unser 1.-Mai-Fest im Cafè Krèm!

Feministischer März

Die Gruppe „Feministischer März Aschaffenburg“ organisiert auch in diesem Jahr wieder eine Nachttanzdemo zum internationalen feministischen Kampftag am 08. März.

Wir unterstützen die Mobilisierung und rufen zur Teilnahme auf.

Darüber hinaus zeigen wir zum Thema „Feminismus und Gewerkschaft“ den Film Steht auf, Genossinnen! am 31.03.

Das komplette Programm zum feministischen März findet sich unter: feministischermaerzaschaffenburg.wordpress.com